Schulgesundheits fachkraft - UBF Antrag abgelehnt

Nach unserer Anfrage in der Oktober Stadtverordnetenversammlung, haben wir nun zum Thema "Schulgesundheitsfachkraft" einen Änderungsvorschlag zum Haushalt 2022 eingebracht.
Dieser beinhaltete die Finanzierung einer Stelle für das Jahr 2022 und damit einer Überbrückung, bis das Land hoffentlich eine Lösung für diese wichtige Aufgabe gefunden hat. Unsererseits wurde der Vorschlag gemacht, einen Trägerschaftsvertrag mit der AWO zu schließen, so dass die Gesundheitsfachkräfte beim derzeitigen Projektleiter (AWO) angestellt sind und die Finanzierung über den städtischen Haushalt läuft.

Es haben zwar alle Fraktionen beteuert, dass sie dieses Projekt unterstützen, aber am Ende wurde unser Antrag mehrheitlich abgelehnt. Ganz nach dem Motto: Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.

Unseren Antrag haben wir am Sitzungstag, und damit relativ kurzfristig eingebracht. Was auch von einigen als Ablehnungsgrund genannt wurde. Wenn man aber dem Thema tatsächlich so aufgeschlossen gegenübersteht, stellt sich einem die Frage, welche AKTIVEN Schritte hat man, seit Bekanntgabe der Einstellung des Projektes, unternommen? Herr Linde (Die Linke) merkte an, dass man mit der Landtagsfraktion "allein" das Thema bearbeitet. Offensichtlich ist ihm dabei entfallen, dass die Landtagsfraktion von BVB/Freie Wähler die Fortführung der "Schulgesundheitsfachkräfte" ebenfalls mit einem Antrag gefordert hat. Sein Engagement auf kommunaler Ebene hat er nicht weiter ausgeführt. Er hatte uns auch noch vorgeworfen, dass wir lediglich nur eine Fachkraft in unserem Antrag zur Finanzierung berücksichtigen. Bei seinen intensiven Bemühungen und Recherchen zum Erhalt der Fachkräfte, scheint ihm entgangen zu sein, dass sich eine Gesundheitsfachkraft im kommenden Jahr in Elternzeit befinden wird und damit keine finanzielle Belastung für den Arbeitgeber darstellt.

Weitere Wortmeldungen der Verwaltung und Fraktionen:

"Es ist Aufgabe vom Land", "Komplette Haushaltssatzung müsste überarbeitet werden", "Nachtragshaushalt! Wir würden zustimmen.", "Signal an die Landesregierung senden", "bislang kein Gehör gefunden worden", "schwieriger wird es im Finanzhaushalt" usw. usf.

Bürgermeister Gampe (CDU) machte deutlich, dass er ein Lob bei den Bemühungen 2016/2017 zu diesem Thema vermisst hat, aber sich jetzt - bei Einstellung des Projektes - plötzlich Fraktionen zu Wort melden. Wir wollen das natürlich so nicht stehen lassen. Also: DANKE HERR BÜRGERMEISTER GAMPE, DASS SIE 2016/2017 IHRE ARBEIT GEMACHT HABEN!

Die Ablehnung durch die Stadtverordnetenversammlung Finsterwalde beendet die Hängepartie für die Fachkräfte nicht, da das Projekt zum Jahresende ausläuft. Da hilft es auch nicht, wenn man im kommenden Jahr über einen Nachtragshaushalt diskutieren möchte. Aber wir sind gespannt, ob die heutigen Aussagen wieder nur leere Worthülsen waren oder tatsächlich Aktivitäten unternommen werden.

Wir werden das Thema nun im Kreistag einbringen und sehen, wie sich die einzelnen Fraktionen verhalten.

Zur Schulgesundheitsfachkraft
Diese Fachkräfte übernehmen nicht nur die gesundheitliche Akut- und Unfallversorgung aller Schülerinnen und Schüler sowie die medizinische Versorgung aller mit psychosomatischen Krankheitsbildern und auch chronischen Krankheiten (wie ADHS, Diabetes, Allergien, Epilepsie u.a.). Diese Schulgesundheitsfachkräfte sind oftmals auch erste Vertrauenspersonen bei kleinen psychosozialen Sorgen und unspezifischen Schmerzen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung von Erkrankungen. Eine weitere Hauptaufgabe ist die Prävention in den Bereichen Gesunde Ernährung, Gesunderhaltung durch Bewegung und Bewusstsein über den eigenen Körper und Hygiene ab der 1. Klasse.

Sie füllen damit die Lücke der Schulsozialarbeit hinsichtlich der Aspekte, die mit dem mentalen und psychischen Wohlbefinden sowie deren Störungen in Verbindung stehen (Anzeichen häuslicher Gewalt, Verwahrlosung, Entwicklungsstörungen, psychische Belastung usw.) und leisten somit einen elementaren, und vor allem niedrigschwelligen, Beitrag zur Netzwerkarbeit mit ärztlichen Diensten und anderen öffentlichen Aufgabenträgern.

 

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